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16 bit Mephisto Vancouver Modulset mit original Bedienungsanleitung
16 bit Mephisto Vancouver Modulset mit original Bedienungsanleitung
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Zum Verkauf steht hier ein 16 bit Mephisto Vancouver Modulset mit original Bedienungsanleitung!
Das hier angebotene 16 bit Vancouver Modulset bestehend aus dem Tastatur- und dem Display-Modul befindet sich in einem technisch einwandfreien, voll funktionsfähigen Zustand!
Die original Bedienungsanleitung ist sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Die deutschsprachige Bedienungsanleitung enthält zahlreiche farbige Markierungen mit Textmarker und auch handschriftliche Einträge. Die englischsprachige Bedienungsanleitung ist ohne Einträge und Markierungen.
Die original Fotos dokumentieren den optischen Zustand des angebotenen Artikels!
Der Mephisto Vancouver war die nächste Entwicklungsstufe der Programme von Richard Lang für Hegener + Glaser. Er erschien Ende 1991 als Nachfolger des Mephisto Lyon und wurde nach dem Austragungsort der 11. WMCCC Vancouver 1991 benannt.
Die Namensgebung ist allerdings etwas erklärungsbedürftig. Bei der Weltmeisterschaft in Vancouver trat Mephisto zwar erneut in der Herstellergruppe an, gewann diesen Titel jedoch kampflos, da es dort keine weiteren Teilnehmer gab. In der Softwaregruppe konnte das Mephisto-Programm dagegen nicht mehr an die früheren Seriensiege anknüpfen: Mephisto X, eine nur leicht modifizierte Lyon-Version, belegte hinter Gideon auf einer ARM2-Karte und M-Chess auf einem PC nur den dritten Platz. Damit deutete sich bereits an, dass die Ära der unangefochtenen Mephisto-Dominanz im Mikrocomputerschach ihrem Ende entgegenging.
Trotzdem erschien Ende 1991 ein neues Modulset unter dem Namen Vancouver. Der bekannte Weltmeister-Aufkleber bezog sich auf den Titel in der Herstellergruppe, nicht auf einen Sieg in der offenen Softwarewertung.
Weiterentwicklung gegenüber Lyon
Der Vancouver war keine völlige Neuentwicklung, sondern eine nochmals überarbeitete und verfeinerte Fassung der bisherigen Richard-Lang-Linie. Gegenüber dem Mephisto Lyon wurden vor allem die Eröffnungsbibliothek, einzelne Bewertungs- und Suchdetails sowie die Einstellmöglichkeiten erweitert.
Eine wichtige Rolle spielte dabei Jeroen Noomen, der seit Anfang 1990 bei Hegener + Glaser in München tätig war. Er wurde als schachlicher Mitarbeiter hinzugezogen und überarbeitete insbesondere die Eröffnungsbibliothek. Noomen galt als starker Theoretiker und erfahrener ChessBase-Anwender und brachte zahlreiche neue, zum Teil sehr scharfe Varianten in das Repertoire ein.
Eröffnungsbibliothek
Die Eröffnungsbibliothek wurde gegenüber dem Lyon erheblich erweitert. Für den Vancouver werden etwa 150.000 Züge in rund 17.000 Varianten genannt. Damit war das Buch nicht nur größer, sondern auch deutlich breiter und abwechslungsreicher angelegt.
Noomen ergänzte unter anderem zahlreiche aggressive und moderne Varianten, darunter:
- Cochrane-Gambit in der Russischen Verteidigung,
- Lettisches Gambit,
- Budapester Gambit,
- Froms Gambit,
- Najdorf-Varianten mit vergiftetem Bauern und modernen Abspielen,
- Drachenvariante,
- Rauser-, Paulsen-, Morra- und Flügelgambit im Sizilianer,
- Marshall-Gambit und Anti-Marshall im Spanier,
- Offener Spanier mit Dilworth-Variante,
- Wiener Variante im Damengambit,
- Tartakower-System,
- Nimzo-Indisch mit 4.Dc2,
- Königsindisch mit Sd2.
Der Benutzer konnte die Bibliothek in verschiedene Bereiche schalten: Normal, Mensch, Gambit, Klassisch, Modern und Blitz. Jede dieser Bibliotheken war wiederum als Turnier- oder Zufallsvariante wählbar. Damit standen insgesamt zwölf verschiedene Bibliothekseinstellungen zur Verfügung.
ROM, Speicher und Partienspeicher
Der Vancouver erhielt gegenüber dem Lyon einen deutlich größeren Programmspeicher. Das ROM wuchs von 128 KB auf 256 KB. Der zusätzliche Speicher wurde vor allem für die erweiterte Eröffnungsbibliothek und den neuen Partienspeicher benötigt.
Der Partienspeicher konnte bis zu 50 Partien mit durchschnittlich etwa 35 Zügen aufnehmen. Außerdem ließen sich nicht nur vollständige Partien, sondern auch Stellungen abspeichern. Der noch verfügbare freie Speicherplatz wurde in Prozent angezeigt.
Damit wurde der Vancouver nicht nur als Spielgerät, sondern auch als Analyse- und Trainingswerkzeug komfortabler. Die Möglichkeit, Partien und Stellungen dauerhaft abzulegen, war besonders für Turnierspieler und Tester nützlich.
Einstellmöglichkeiten
Wie seine unmittelbaren Vorgänger bot der Vancouver eine sehr umfangreiche Ausstattung. Dazu gehörten:
- frei programmierbare Spielstufen,
- verschiedene Spielstile,
- einstellbare Selektivität,
- abschaltbare Hash Tables,
- programmierbare Eröffnungsbibliothek,
- Schachlehrerfunktion,
- frei programmierbare Anzeige,
- Sprachwahl,
- einstellbarer Remisfaktor,
- Partienspeicher,
- Stellungsspeicher.
Die Spielstile Solid, Aktiv und Risiko wurden beibehalten. Die Selektivität konnte zwischen 0 und 12 Halbzügen eingestellt werden.
Neu beziehungsweise verfeinert wurde die Möglichkeit, die Figurenwerte einzeln zu verändern. Dame, Turm, Läufer, Springer, Bauer und Bauernstrukturen konnten im Bereich von 50 % bis 150 % eingestellt werden. Dadurch ließ sich das Programm stärker als zuvor an bestimmte Stellungsarten oder Testaufgaben anpassen.
Lieferumfang:
16 bit Mephisto Vancouver Modulset mit original Bedienungsanleitung,
wie abgebildet!
